FDP Rangsdorf
Verkehrskonzept

Nadelöhr Kienitzer/B96

Wer morgens Rangsdorf verlassen will, steht oft schon ab dem Kreisverkehr am Netto im Stau. Und die Blechlawine an Autos scheint jedes Jahr länger zu werden. Nadelöhr ist die Kreuzung Kienitzer Straße/ B96 Richtung Berlin.Stau B96

13.000 Autos pro Tag auf der Kienitzer Straße

Dies haben jetzt aktuelle Verkehrszählungen ergeben. Das sind 5.000 Fahrzeuge mehr als noch vor zehn Jahren. Und diese Zahlen werden weiter stetig steigen, sollte der Ort weitere Wohngebiete ausweisen. Deshalb ist auch der Ausbau der Großmachnower Straße und der Kienitzer Straße vor der Schaffung von neuen Baugebieten auf der „grünen Wiese“ nötig. Die im Herbst geschlossenen Verträge mit den Investoren des Gewerbegebietes Theresenhof sind der Startschuss für diesen Ausbau. Denn damit ist die Möglichkeit geschaffen worden, die nötigen Untersuchungen für eine Verbesserung des Verkehrsflusses an der Kreuzung B96/Kienitzer Straße zu beauftragen. Noch 2017 wurde durch die Mehrheit der Gemeindevertretung eine Finanzierung der nötigen Untersuchungen durch die Investoren abgelehnt. Ebenso wurde danach eine Finanzierung durch die Gemeinde mit den Stimmen aller anwesenden Vertreter der Fraktionen von SPD, CDU, Die Linke, Bündnis 90 / Grüne abgelehnt. Die FDP hatte sich schon damals dafür ausgesprochen.

B96 an der Kapazitätsgrenze

Auch auf der Bundesstraße hat das Aufkommen an PKW und LKW erheblich zugenommen. Das führt zu
Verkehrsproblemen in den Kreuzungsbereichen und vermehrter Lärmbelästigung in unserem Ort. Doch zuständig für die Bundesstraße 96 ist nicht Rangsdorf, sondern der Brandenburgische Landesbetrieb Straßenwesen. Seine Ziele sind zügiger Abfluss von der Autobahn und zügiger Verkehr auf der Bundesstraße. Längere Ampelphasen an der Kreuzung Kienitzer Straße/ B96 lassen den Verkehr jedoch noch mehr stocken und sind deshalb nicht im Interesse des Landesbetriebes.

Anliegerstraßen in schlechtem Zustand

Und Rangsdorf hat nach wie vor viele unbefestigte und schlechte Anliegerstraßen. Straßen wie der Reihersteg und die Winterfeldallee sollten schon seit Jahren saniert werden. Für den Reihersteg gab es in den letzten Jahren mehrere Anläufe, die aber oft mehr „Schaum“ als reale Umsetzung bedeuteten. Beschlüsse zur Finanzierung einzubringen und dann vor der Entscheidung wieder zurückzuziehen bindet nur Personal in der Gemeinde zur Vorbereitung der Beschlüsse, ansonsten passierte nichts weiter. Auch das muss sich künftig endlich ändern. Im Ortverband der FDP Rangsdorf haben wir ein Konzept zur nachhaltigen Lösung der Verkehrsprobleme entwickelt, das wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten.

FDP Verkehrskonzept

Anbindung an A13 für die B96

Es gibt eine Möglichkeit, die hohe Verkehrsdichte auf der B96 durch Rangsdorf nachhaltig zu vermindern. Dem Verkehr aus dem Süden in Richtung Berlin muss südöstlich von Rangsdorf eine gute Anbindung zur A13 ermöglicht werden. Der Anschluss könnte gelingen, wenn eine neue Straße, in Form einer Ortsumgehung von Groß Machnow, Telz, Mittenwalde und Zossen gebaut wird. Die Verantwortlichen in Zossen wollen dies jedoch leider nicht. Sie plädieren für eine Nordumfahrung von Dabendorf. Diese würde jedoch noch mehr Verkehr auf die B96 in Groß Machnow und Rangsdorf bringen. Deshalb hat die Mehrheit der Gemeindevertretung vor 2014, zu der die FDP damals auch gehörte, gegen eine Nordumfahrung, die über Groß Machnower Gemarkung verlaufen würde, gestimmt. Es ist nötig, endlich mit den Planungen für die Ortsumgehungen zu beginnen.

Vierte Ortszufahrt schaffen

Aktuell gibt es nur drei Möglichkeiten, Rangsdorf mit dem Auto zu verlassen, über die Großmachnower Straße, die Kienitzer Straße oder über Pramsdorf. Alle drei Straßen sind streckenweise in schlechtem Zustand bzw. zu schmal und müssten dringend ausgebaut werden, um einen reibungslosen Verkehr zu gewährleisten. Auch deshalb halten wir es für dringend erforderlich, diese Straßen vor der Ausweisung von neuen Bauflächen zu sanieren bzw. auszubauen. Und damit nicht genug. Wir müssen die Infrastruktur von Rangsdorf weiter verbessern und noch eine vierte Ausfahrt aus dem Ort schaffen.Vierte Ausfahrt Prahmsdorf

Dazu muss die Unterstützung des Landes Brandenburg eingefordert werden. Durch eine neue Rechtsprechung gilt der vorhandene Weg vom Am Stadtweg bzw. von der Ladestraße in das Gewerbegebiet Dahlewitz als öffentlich für alle Fahrzeuge nutzbaren Weg. Dadurch ergibt sich nun die Möglichkeit, diesen bisherigen Feldweg als reguläre Straße und nicht nur als Radweg, wie dies bisher die derzeitige Mehrheit der Gemeindevertretung plant, auszubauen. Dies geht nur in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Blankenfelde – Mahlow. Ein großer Teil der Verbindung südlich der Autobahn liegt in ihrem Verwaltungsgebiet. Dadurch würde die Kienitzer Straße entlastet und eine vierte Anbindung zur B96 geschaffen. Eine solche Ortsverbindungsstraße sollte das Land Brandenburg finanziell fördern.Umfahrung Groß Machnow

S-Bahn fördern

Der S-Bahn-Anschluss ist eine weitere Notwendigkeit,
um den Verkehr auf den Straßen zu entlasten. Hier ist
das Land Brandenburg zuständig, weil der schienengebundene Nahverkehr in dessen Verantwortung liegt. Die Gestaltung eines attraktiven Bahnhofsumfeldes mit Fahrrad- und PKW-Stellplätzen ist dafür parallel durch die Gemeinde Rangsdorf umzusetzen. Hierfür gibt es schon seit Jahren Planungen, die nach Entscheidungen der Mehrheit der Gemeindevertretung im Herbst 2017 dann im Sommer 2018 nachgebessert werden mussten. Diese Planungskonzepte gilt es nun, mit Hilfe der seit Jahren bereitstehenden Fördermittel des Landes Brandenburg, umzusetzen.

Ausfahrt Pramsdorf ausbauen

Eine Straßenverbindung von der Seebadallee entlang der Bahn zum Bahnübergang Pramsdorf, der so genannte Nord-Süd-Verbinder, ist eine Voraussetzung für die Entwicklung des ehemaligen Flughafengeländes. Sie wäre aber auch ohne das neue Wohngebiet auf dem ehemaligen Bückergelände eine weitere Möglichkeit, den Ort auch über Pramsdorf verlassen zu können und auf die B96 zu gelangen. Deswegen sollten wir jetzt anfangen, die Pramsdorfer Straße auch mit einem Radweg auszubauen. Hierfür sind gibt es Fördermöglichkeiten über den Naturschutzfond. Endsprechende Projekte müssen jetzt vorbereitet werden. Letzteres sollte auch die Sanierung des Machnower Sees wegen der ökologischen Durchlässigkeit beinhalten.Ausfahrt Prahmsdorf

Bessere Busverbindungen und Radwege schaffen

Der örtliche Busverkehr muss endlich ausgebaut werden. Hier ist nach den Gesetzen des Landes Brandenburg der Landkreis zuständig. Dabei sind auch alternative Angebote zu einem regelmäßigen Linienbusverkehr zu nutzen. Wir sollten unser Radwegenetz weiter ausbauen. Planungen und Konzepte dafür gibt es inzwischen genug. Sie müssen endlich umgesetzt werden! Dazu gehört neben den Radwegen im Ort auch eine Anbindung des Friedhofes in Klein Kienitz und eine Verlängerung einer solchen Anbindung zum Friedhof in Brusendorf mit finanziellen Mitteln des Landes Brandenburg. Auch eine Radwegeverbindung zwischen Groß Machnow und Mittenwalde ist vom Landkreis als Träger der Straßenbaulast umzusetzen. Der Abschnitt ist der für Radfahrer gefährlichste Teil des Radweges rund um Berlin.

Anliegerstraßen weiter sanieren

2015, 2016 und 2017 wurde kein neuer Straßenfahrbahnbau (außer Planungen) in Rangsdorf mehr begonnen. Dies war von der 2014 neugewählten Mehrheit der Gemeindevertretung so gewollt, denn es wurden dafür keine Mittel im Haushalt bereitgestellt. Heute haben sich die Baupreise teilweise verdoppelt, eine Chance wurde verpasst für Rangsdorf. In diesem Jahr wird mit dem südlichen Ausbau der Puschkinstraße nach Jahren endlich wieder ein Straßenbau im Rangsdorf beginnen. Wie von 2004 bis 2015 sollte wieder jedes Jahr mindestens ein Straßenabschnitt neugebaut oder ausgebaut werden und die Gemeinde jährlich mindestens 300.000 Euro an Eigenmitteln bereitstellen.Anliegerstraßen